- Google Ads eignet sich für Unternehmen mit klarer Nachfrage – wenn Kunden aktiv nach Ihrer Leistung suchen
- Meta Ads eignen sich für Markenaufbau, Impulskäufe und visuell starke Produkte
- Der durchschnittliche CPC bei Google Ads liegt bei 1,50–4,00 € im DACH-Raum
- Für die meisten KMU ist die Kombination beider Kanäle am wirkungsvollsten
Das Grundprinzip: Pull vs. Push
Der fundamentale Unterschied zwischen Google und Meta lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Google bedient bestehende Nachfrage. Meta erzeugt neue Nachfrage.
Bei Google Ads erscheint Ihre Anzeige, wenn jemand aktiv nach einem Begriff sucht – zum Beispiel „Webdesign-Agentur Berlin“. Die Kaufabsicht ist hoch, der Wettbewerb um diese Klicks ebenfalls.
Bei Meta Ads (Facebook und Instagram) unterbrechen Sie den Nutzer in seinem Feed mit einer visuell ansprechenden Anzeige. Die Person hat nicht aktiv gesucht – aber Ihre Anzeige weckt Interesse. Das funktioniert hervorragend für Produkte, die emotional ansprechen, und für Markenbekanntheit.
Der Preis, den Sie pro Klick auf Ihre Anzeige bezahlen. Bei Google Ads wird er durch ein Auktionsverfahren bestimmt – je mehr Wettbewerber auf dasselbe Keyword bieten, desto höher der CPC.
Google Ads im Detail
Google Ads ist der Klassiker im Performance Marketing und für viele KMU der erste Einstieg in bezahlte Werbung. Die Plattform bietet verschiedene Kampagnentypen:
Search Ads (Suchanzeigen)
Die bekannteste Form: Textanzeigen in den Google-Suchergebnissen. Sie erscheinen genau dann, wenn jemand nach Ihrem Keyword sucht. Die Stärke: Hohe Kaufabsicht. Die Schwäche: Hoher Wettbewerb bei begehrten Keywords.
Display Ads
Banneranzeigen auf Millionen von Websites im Google Display Network. Gut für Markenbekanntheit und Retargeting, weniger für direkte Leads.
Performance Max
Googles KI-gesteuerte Kampagnenart, die alle Google-Kanäle (Suche, Display, YouTube, Gmail, Maps) automatisch bespielt. Erfordert weniger manuelles Management, braucht aber genügend Daten zum Lernen.
Google Ads hat einen entscheidenden Vorteil: Sie zahlen nur, wenn jemand klickt. Wenn Ihre Anzeige erscheint, aber nicht geklickt wird, kostet Sie das nichts. Das macht die Kosten planbar und transparent.
Meta Ads im Detail
Meta Ads umfassen Werbung auf Facebook und Instagram – und damit Zugang zu über 30 Millionen aktiven Nutzern allein im DACH-Raum. Die Stärke liegt in der präzisen Zielgruppen-Ansprache:
Targeting nach Interessen und Verhalten
Meta kennt die Interessen, das Kaufverhalten und die demografischen Daten seiner Nutzer. Sie können Ihre Anzeigen gezielt an Geschäftsführer im Mittelstand, an Hobbygärtner oder an Eltern mit Kindern im Schulalter ausspielen – so präzise ist kein anderer Kanal. Alle Targeting-Optionen beschreibt das Meta Business Help Center.
Lookalike Audiences
Laden Sie Ihre bestehende Kundenliste hoch, und Meta findet ähnliche Personen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls kaufen. In unseren Kampagnen sind Lookalike Audiences oft die am besten performende Zielgruppe.
Visuelle Formate
Bild, Video, Carousel, Stories, Reels – Meta bietet mehr kreative Möglichkeiten als jede andere Plattform. Für Produkte, die visuell überzeugen, ist das ein enormer Vorteil.
„Google fängt Nachfrage ab. Meta erzeugt sie. Die besten Kampagnen nutzen beide Kanäle – und lassen sie zusammenarbeiten.“
Der direkte Vergleich
Hier sehen Sie beide Plattformen im Überblick – bewertet nach den Kriterien, die für KMU am relevantesten sind:
- ✓ Hohe Kaufabsicht der Suchenden
- ✓ Direkter ROI messbar
- ✓ Ideal für Dienstleistungen
- × Höhere Klickpreise (B2B: 3–8 €)
- × Kreativ eingeschränkt (nur Text)
- × Kein Markenaufbau
- ✓ Nachfrage abfangen + erzeugen
- ✓ Retargeting über beide Kanäle
- ✓ Markenaufbau + direkte Leads
- ✓ Diversifikation des Budgets
- ✓ Synergieeffekte durch Daten
- ✓ Skalierbar je nach Phase
- ✓ Niedrigere Klickpreise (0,30–1,50 €)
- ✓ Starke visuelle Formate
- ✓ Präzises Targeting
- × Niedrigere Kaufabsicht
- × Mehr Kreativ-Aufwand nötig
- × Datenschutz-Einschränkungen (iOS)
Unsere Empfehlung nach Branche
Basierend auf über 200 Kampagnen für KMU im DACH-Raum haben wir klare Muster erkannt, welcher Kanal in welcher Branche am besten funktioniert:
B2B-Dienstleister (Beratung, IT, Agenturen)
Empfehlung: Google Ads (70 %) + Meta Ads (30 %)
Die Zielgruppe sucht aktiv nach Lösungen. Google Search Ads fangen diese Nachfrage direkt ab. Meta eignet sich für Retargeting und LinkedIn-ähnliches Targeting von Entscheidern.
E-Commerce (Online-Shops, D2C-Marken)
Empfehlung: Meta Ads (60 %) + Google Ads (40 %)
Produkte lassen sich visuell hervorragend inszenieren. Meta Ads mit Carousel und Video-Formaten erzeugen Impulskäufe. Google Shopping fängt die Kaufabsicht ab.
Bau & Projektentwicklung
Empfehlung: Google Ads (80 %) + Meta Ads (20 %)
Bauvorhaben werden aktiv recherchiert. Google Search für „Bauunternehmen [Stadt]“ und „Architekturbüro [Region]“ bringt die qualifiziertesten Leads.
Praxen & Healthcare
Empfehlung: Google Ads (70 %) + Meta Ads (30 %)
Patienten suchen aktiv nach Fachärzten und Behandlungen. Google ist der Hauptkanal. Meta eignet sich für Awareness-Kampagnen zu spezifischen Behandlungen.
Tech & SaaS
Empfehlung: Meta Ads (50 %) + Google Ads (50 %)
Ausgewogener Mix: Google für Bottom-of-Funnel („CRM-Software für KMU“), Meta für Top-of-Funnel (Thought Leadership, kostenlose Trials).
Es geht nicht um Google oder Meta – sondern um den richtigen Mix. Starten Sie mit dem Kanal, der die höchste Kaufabsicht bedient, und erweitern Sie schrittweise.
Sie möchten wissen, welcher Kanal-Mix für Ihr Unternehmen optimal ist? Wir analysieren Ihre Branche und entwickeln eine maßgeschneiderte Ads-Strategie.
Kostenlose Ads-Beratung anfragen →Häufige Fragen
Für aussagekräftige Tests empfehlen wir mindestens 500 € pro Monat. Damit sammeln Sie genug Daten, um zu beurteilen, welche Keywords funktionieren. Für kontinuierliche Kampagnen sind 1.000–3.000 € monatlich ein guter Startpunkt für KMU.
Ja, aber die Tracking-Genauigkeit hat abgenommen. Meta hat mit Conversions API, Advantage+-Kampagnen und verbesserten Algorithmen gegengesteuert. Die Performance ist wieder auf gutem Niveau – erfordert aber mehr kreative Vielfalt und breiteres Targeting.
Bei Budgets unter 1.000 €/Monat können Sie mit guter Einarbeitung selbst starten. Ab 2.000 €/Monat lohnt sich in der Regel eine Agentur – die Optimierungs-Expertise zahlt sich durch bessere Ergebnisse schnell aus.
Richten Sie Conversion-Tracking auf Ihrer Website ein (Google Analytics 4 + Meta Pixel). Vergleichen Sie Cost-per-Lead (CPL) und Return on Ad Spend (ROAS) pro Kanal. Wichtig: Geben Sie beiden Kanälen mindestens 4–6 Wochen Testzeit.
- [1] WordStream: „Google Ads Industry Benchmarks 2026“
- [2] Meta: „Business Insights – Q4/2026 Performance Report“
- [3] Eigene Auswertung: Ads-Kampagnen 2023–2026, n=214


